Wann kann ein Kind eine Nähmaschine bedienen?
Dies kann man nicht am Alter festmachen. Wichtig sind die motorischen und geistigen Fähigkeiten des Kindes. Und der Wunsch nach einer Nähmaschine! Wenn sich Ihr Kind von ganzem Herzen eine Nähmaschine wünscht, wird es sich auch damit auseinandersetzen. Genau so, wie es Kinder gibt, die sich mit fünf Jahren das Lesen beibringen oder Kinder, die mit zwei Jahren sauber werden, gibt es auch Kinder, die mit sechs Jahren problemlos mit einer Nähmaschine nähen können.
Natürlich müssen Sie als Eltern, Verwandte oder andere erziehungsberechtigte Person ein Auge darauf haben, denn mit einer Nähmaschine kann man sich auch verletzen. Zudem ist es ist ein Gerät, das mit Strom betrieben wird. Bleiben Sie also immer dabei (bis zu einem gewissen Alter). Am besten nähen Sie gemeinsam!
Für die ersten Schritte an der Nähmaschine haben wir hier einige Infos für Sie gesammelt.
Nähmaschinen für Kinder
Grundsätzlich benötigt man keine separate Kindernähmaschine, um zu nähen. Viele Kinder möchten gleich auf „Mamas großer Maschine“ anfangen. Wenn Sie das möchten, lassen Sie sie. Allerdings können viele dieser Nähmaschinen die Kleinen überfordern (je nach Modell). Wir führen in unserem Shop derzeit mehrere Modelle speziell für Kinder.
BROTHER Little Angel KD 144s
Die BROTHER Little Angel KD 144s kommt mit jeweils drei verschiedenen Blenden für die persönliche Gestaltung und einem praktischen Fingerschutz, der an den Nähfuß montiert werden kann.
Die Stichbreite beträgt maximal 5 Milimeter und sie näht bis zu 750 Stiche pro Minute. Die Rückwärtstaste ist groß und gut zu erreichen. Die Fadenspannung lässt sich einfach über den Drehregler anpassen und links außen befindet sich ein praktischer Fadenschneider.
JANOME Sew Mini Platinum
Die JANOME Sew Mini Platinum kommt ebenfalls mit einem Fingerschutz und hat bereits einen halbautomatischen Nadeleinfädler eingebaut.
Sie schafft bis zu 650 Stiche pro Minute, der Regler für die Fadenspannung ist etwas kleiner. Die Rückwärtstaste ist jedoch ebenso praktisch in griffbereiter Nähe und gut zu betätigen.
Bei diesem Modell kann die Stichlänge verändert werden und der Zickzackstich lässt sich in verschiedenen Breiten nähen.
BROTHER KD40s Little Angel
Die KD40s ist quasi die Top-of-the-line-Kindernähmaschine von BROTHER. Die Ausstattung ist ähnlich der KD40, aber die Bedienelemente wurden besser angeordnet, der Platz rechts der Nadel erweitert und die Konstruktion ist stabiler mit weniger Kunststoff.
Zudem ist es möglich, sie mit einem der zwei mitgelieferten Aufkleber ganz ohne rosa zu gestalten. So kann sie wahlweise mit weißer oder blauer Stichübersicht genutzt werden.
BROTHER Innov-is 10 A
Die BROTHER Innovis 10 A ist zwar keine Kindernähmaschine, aber gut geeignet für den Anfang mit ein bisschen mehr an Komfort. Sie kann mit einem optionalen Fingerschutz versehen werden.
Hier kann die Geschwindigkeit über einen Regler an der Maschine angepasst werden, die maximale Geschwindigkeit beträgt 850 Stiche pro Minute.
Aber ihr Kind braucht nicht nur eine Nähmaschine, auch ein bisschen Zubehör muss für den Anfang da sein:
Nun geht es an die Nähmaschine!
Bereiten Sie Ihrem kleinen Nähfan am besten gleich etwas vor. Stoff, Garn und Nadeln sollten parat liegen. Auch die Unterfadenspule sollte erst mal gefüllt sein, die Maschine komplett eingefädelt. Die wenigsten Kinder begeistern sich für das Einfädeln einer Nähmaschine, wenn sie noch keinen Zentimeter genäht haben.
Hier sehen Sie unser Kindernähmaschinen-Testerin, sie kann es schon kaum erwarten, die Little Angel für Sie zu testen.
Ehe es losgeht, sorgen Sie für eine bequeme Sitzposition. Ihr Kind muss den Fußanlasser gut erreichen können. Wir haben ihn auf die untere Stufe des umbaubaren Kinderstuhls gestellt. Alternativ sollte ein niedrigerer Tisch gewählt werden.
Wie anfangen?
Wir haben zwei Vorschläge: Erste Stiche auf Papier oder gleich auf dem Stoff loslegen. Gerade Jungs lassen sich für die Papierversuche begeistern, denn es geht darum, so oft wie möglich die Linie zu treffen. Hat ihr Kind jedoch keine Lust auf das Löchern von Papier, können Sie es auch gleich auf Stoff anfangen lassen. Am besten zeichnen Sie dann mit einem Stoffmalstift Linien vor.
Üben auf Papier
Für die allerersten Nähte tun es ein paar gerade Linien. So bekommt Ihr Kind ein Gefühl dafür, wieviel die Nähmaschine von selbst erledigt und wann es eingreifen muss. Zeichnen Sie erst ein paar gerade Linien. Dann ein paar Linien mit Querstrichen, an denen angehalten werden muss. Hier soll der kleine Nähfan versuchen, die Maschine genau an dieser Stelle anzuhalten. Anschließend geht es an die Kurven.
Malt ihr Kind gerne, kann es ich den „NähParkour“ auch selbst zeichnen. Achten Sie lediglich darauf, dass die Striche nicht zu kurz oder zu eng sind.
Wenn Sie gemustertes Papier zu Hause haben, lassen Sie Ihr Kind doch darauf nähen. Wie wäre es mit „Immer zwischen den Strichen“ oder „Nur die Punkte nicht treffen“?
Manchen Kindern macht das Lochen von Papier schon sehr viel Spaß. Dies können Sie gleich nutzen und Teelichter gestalten. Setzen Sie eine möglichst dicke Nadeln ein, die sie dann aber nicht mehr für Stoff benutzen. Sie können farbiges und festeres Papier verwenden. Auf der Rückseite zeichnen Sie ein Motiv vor, das der Nähanfänger dann nachnäht.
Erste Nähte mit Stoff
Auch auf Stoff muss jeder Nähanfänger mit einfachen Nähten anfangen. Aber nähen Sie bitte nicht auf einer Lage Stoff. Eine Lage ist relativ schwer zu führen und auch empfindlich, was falsche Einstellungen angeht. Legen Sie zwei Baumwollstoffe übereinander. Oder beginnen Sie mit Filz. Bei dünnen Stoffen legen Sie bitte eine Lage Abreißvlies unter, dies sorgt für besseren Transport und schönere Nähte.
Sie möchten selbst mit dem Nähen anfangen oder jemanden beschenken, der gerade anfängt? Hier haben wir ein paar Vorschläge für Sie:

The sewing me: Lesezeichen nähen

BROTHER KD40 s Little Angel – Kindernähmaschine

BROTHER KD40 Little Angel
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